Der Verbrecher aus verlorener Ehre (nach Friedrich Schiller)

Dieses Schauspiel-Projekt ist eine  Dramatisierung der Schiller-Erzählung „Der Verbrecher aus verlorener Ehre“ als Solostück für einen Schauspieler. Michael Speer schlüpft in sechs verschiedene Rollen und zeichnet  virtuos und vital denn Lebensweg eines Diebes und Mörders nach.
Die in äußerst vitaler Sprache geschriebene Erzählung Schillers enthält einerseits einen historischen Bezug zu Baden-Württemberg, da Schiller für diese Erzählung die Lebensgeschichte des Mörders und Diebes Friedrich Schwahn (geboren in Ebersbach a.d. Fils, hingerichtet in Vaihingen/Enz) zum Vorbild genommen hat. Andererseits ist diese Erzählung Schillers eine präzise Schilderung einer Verbrecherlaufbahn und Schiller diskutiert zum einen die Frage nach der Schuld des Verbrechers und zum anderen nach der  Verantwortung der Gesetzte und Richter bei einer Verurteilung.
Die Inszenierung verwendet reine Erzählformen, Maskenspiel, Puppenspiel und Audioeinspielungen und Diaprojektionen. Neben dem originalen, gekürzten Schillertext finden historische Dokumente und Texte des Physiognomisten Johann Casper Lavater Verwendung.

Michael Speer, Schauspiel
Stefan Bastians, Regie
Antje Töpfer, Ausstattung

Dauer:70 Minuten

Kritik

Leonberger Kreiszeitung: Kriminalgeschichte, Menschenkenntnis, Justizkritik und die historische Patina der 200 Jahre alten Erzählung bereiten Speer und Bastians packend auf. Ihre Inszenierung berührt zutiefst.
Marbacher Zeitung: Michael Speer lässt vergessen, dass da nur einer auf der Bühne im Humboldtsaal agiert. Mit wenigen Handgriffen verwandelt er sich in den saturierten Landesherren und vor allem den erniedrigten „Sonnenwirt“ macht Speer durch eine expressive Körpersprache plastisch.
Stuttgarter Zeitung: Michael Speer hat mit seiner packenden Bühnenpräsenz das geschafft, was Schiller mit seiner Erzählung erreichen wollte: Er hat den Menschen aus seiner befremdlichen Verbrecherhülle geschält.

Referenzen

Literaturarchiv Marbach, Theater am Olgaeck Stuttgart, Theaterwerkstatt Schwäbisch Gmünd, Gymnasien und Bibliotheken in ganz Baden-Württemberg.

Gefördert von der Landesstiftung Baden-Württemberg, dem Schiller-Nationalmuseum, der, Stiftung der Landesbank Baden-Württemberg und der Stiftung der Württembergischen Hypothekenbank